Nach Universal Audio der nächste Thunderbolt-Kandidat : Apogge bringt das bekannte Symphony System jetzt auch für Thunderbolt. Das System mutiert damit zur einzigen professionellen 64-Kanal Schnittstelle für MacBookPro und iMac sowie den MacMini.
Als Zusatznutzen wurden in der neuen Version Symphony 4.2 auch die Legacy-Wandler Rosetta 800 und AD-/DA-16X wieder an Bord geholt. Das ist eine ausserodentlich gute Nachricht für Leute die noch die alte Symphony PCI am Laufen haben und sich immer gefragt haben wie es denn Rechnertechnisch mal weitergehen soll.
Bei der heutigen Rechenleistung üblicher off-the-shelf Computer war es ja nur eine Frage der Zeit bis ganze Mischpulte als PlugIn-Emulation herauskommen. Bis es ein komplettes Mischpult als Software kommt dauert wohl noch ein bißchen, Vorreiter Harrison hatte ja mit dem MixBus schon gezeigt wo die Reise hingeht (hinge da nur nicht dieser fürchterliche Sequencer dran). Inziwschen kommt Waves mit der halbgaren Lösung, die aus einem Haufen PlugIns besteht. Man packt sich die Konsolenemulation in jeden Kanal und in die Summe kommt dann das Summier-PlugIn. Erinnert verdächtig eine an eine Shareware, deren Namen ich gerade vergessen habe…
Egal. Die Waves-Leute haben keine Kosten und Mühen gescheut und sich altehrwürdige Konsolen vorgenommen: die unvermeidbare SSL 4000, die unbezahlbare EMI TG12345 Mk IV und die unförmige Neve 5116. Alles wurde bis in die letzte Leiterbahn analysiert, abgemalt und nachgemacht. Schick sieht es aus, wie es klingt und was es kostet kommt später.
Haltet mich für bescheuert, aber ich war sehr gerührt zu erfahren das Casio endlich wieder einen Synthesizer rausbringt. Nach Jahrzehnten voll mit Taschenrechnern und Billo-Leuchtasten-Home-Keyboards besinnt sich der japanische Hersteller endlich auf seine Tradition. Geräte wie der legendäre CZ 1000 oder der VZ-10M waren damals King im Low-Budget Bereich und machten sich im Einheitsbrei von Yamaha FM-Schlachtschiffen und Rolands schrecklicher D-Serie durch lustiges Design und schräge Parameter einen Namen. Nicht zu vergessen der Sound, mit dem man Zähne ziehen konnte. Wieviel CZ im neuen XW-P1 steckt bleibt abzuwarten, angeblich sind die näselnden Phase-Distortion-Wellenformen alle mit drin. Grundsätzlich aber wendet sich der XW-P1 wohl eher nicht an den Elektro-Schrauber sondern mehr an den Individualisten unter den Top40-Musikern, der keinen Bock auf MOTIF oder Jupiter 80 hat. Vielleicht kommt aber auch die 80er-Jahre Keyboard-Burg zurück, wer weiss…
Nachdem RME letztes Jahr den Platzhirsch Fireface 400 in Rente geschickt hatte blieb in der Preisklasse zwischen 800 und 2000 Euro nicht mehr viel Auswahl an Interfaces. Vom Oldtimer Fireface 800 mal abgesehen. Die Lücke wird ein wenig aufgefüllt mit dem Fireface UCX. Platt gesagt handelt es sich um ein halbiertes UFX bzw. ein UC mit dem inzwischen bekannten on-board DSP. Auf der In-/Output-Seite die gewohnte Austattung : 2x MicPre, 2x DI, 4x LineIn (die Mics und DIs natürlich auch als LineIn nutzbar) dazu 8 Ausgänge, ADAT & S/P-DIF. Neu im Gegensatz zum Fireface 400 / UC ist das es sowohl Firewire als auch USB an Board hat und, wie schon gesagt den DSP vom UFX der es erlaubt Effekte direkt im Totalmix zu benutzen, um zum Beispiel den Monitormix mit Hall zu versehen. Neu ist auch die mitgleiferte Remote – 1 Encoder und zwei programmierbare Taster. Optional gibt es noch eine Advanced Remote mit mehr Tastern.
Weltneuheit ist hingegen die Ansage das das Ding auch mit iOS funzt – da bin ich mal gespannt wie oft ich mich in Zukunft mit iPads rumärgern muss
Preise : UVP liegt 1290 Euro für das UCX, die Advanced Remote kommt für 179 Euro.
..and now for something completely different
Das hätte sich der olle Bill Putnam wohl nie träumen lassen: Universal Audio kommt mir einem Audio-Interface !! Apollo heißt der Vogel und der hat ne Menge auf dem Kasten wie es scheint. Erstmal kommt das Ding mit 4 High-End Micpres, 4 weiteren Analog-Eingängen, insgesamt 14 analogen Ausgängen sowie 10 digitalen I/Os (ADAT/SMUX & SP-DIF). Soweit so gut, Preamps und Wandler gab´s auch schon früher von UA – die beiden Knaller in der Kiste sind :
-eingebaute UAD-Karte (DUO oder QUAD wahlweise) für DSP-Effekte und I/O-Routing (inkl. schickem Vintage-mäßigen Mixer)
- optionale Thunderbolt-Schnitstelle (ab Sommer zum retro-fitten)
Letzteres ist eine kleine Sensation, da ist UA der erste Hersteller am Platz der Intels neue Compumegahyperglobal-Schnittstelle benutzt. Dolle Sache, man verspricht bei der Quad-Version Latenzen von 2ms. Kompatibel mit allem, sogar Windows (dort allerdings nur per Firewire 800) wird unterstützt
Preise : rund 2400 Euro (DUO) bzw. 3000 Euro (QUAD)
..und schick ist´s. Warm anziehen können sich Apogee, RME, Metric Halo und vielleicht sogar Prism Sound.
Tschöös
Arne
Freunde,
alles wird teurer, jedes Jahr und besonders gemein oft nach einschlägigen Messen. Da in Anaheim im Moment die Winter-NAMM 2012 tobt, sickerten erste Gerüchte durch das AVID Anfang Februar an der Preisschraube drehen wird. Genaue Zahlen weiss man nicht aber es wird passieren. Für alle die noch schwanken vielleicht eine Entscheidungshilfe, genau jetzt in die wunderbare Welt von Pro Tools einzusteigen.
Kontaktiert uns gerne direkt, unser Pro-Tools-Mann ist Thomas Römann tr@digitalaudioservice.de / Tel. 040471134820
bis denne
Arne
Minitaur, Microbrute, Foundation und nun der seit langem (in der Synthnerds und Patchkabelszene) erwartete Micromac von Macbeth – alle versammeln sie sich auf der NAMM.
Ken ist bekannt für seine extrem gut klingenden Synthesizer und es würde mich nicht wundern, wenn der Sieger im direkten Soundvergleich erwähnter Synths der Micromac sein wird. Schon die Demos blasten trotz Youtubekompression die Konkurrenz aus dem Wasser:
Der Preis ist leider happiger als bei Moog, 995 britische Pfund sind angepeilt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Micromac zuzulegen, sollte schnell vorbestellen, da die Wartezeiten bei Ken leider LAAAAAAAAAAAANG sind.
Der niedlichste aller Oszillatoren, Korgs Kaossilator geht in die zweite Runde. Im Look eine alten Siemens Survival-Handies gehalten, bietet das kleine Gerät viele spaßige Features.
Programs:
150
Program Categories:
Lead (25), Acoustic (10), Bass (30), Chord (25), SE (20), Drum (15), Drum Patterns (25)
Scales:
35
Key Range:
±12
Gate Arpeggiator:
50 patterns
Sampling Frequency:
48 kHz
AD/DA Conversion:
24-bit linear
Input connectors:
Mic Input (stereo mini jack type)
Output connectors:
Headphone Output (stereo mini jack type)
Data Storage:
microSD card (512MB – 2GB)
microSDHC card (2GB – 16GB)
*SDXC card cannot be used.Power Supply:
AA batteries (alkaline battery or Nickel-Metal Hydride battery) x 2
Optional AC adapter-ready (DC4.5V – available from Korg)Battery Life:
Approx. 5 hours (with Nickel-Metal Hydride battery)Dimensions (W x D x H):
76 mm x 128 mm x 25 mm / 2.99” x 5.04” x 0.98”Weight:
105 g / 3.75 oz. (without batteries)Options:
AC adapter-ready (DC4.5V – available from Korg)Accessories:
Owner’s Manual, AA batteries x2 (for verifying operation)
Sicher ein nettes Instrument, speziell im Verbund mit den ganzen Miniaturanalogbuden, die Korg ebenfalls raushaut. Preis und Verfügbarkeit noch unbekannt.
Es sind die Tage der Analogrenaissance: kaum ein Hersteller, der nicht einen analogen Monosynth im Programm hat. So auch Arturia, die bisher vorallem mit VSTs und Controllern handelten. Hier die Features:
Voltage controlled oscillator
25 key keyboard with aftertouch
Steiner-Parker multi-mode filter
Innovative analog Ultrasaw , Metalizer , Brute Factor technology
Difficulty of use of the controller, 14 faders and 29 knobs
Rich interface, CV , Gate , USB , MIDI
Advanced arpeggiator
Rugged metal housing
Der Steiner-Parker Filter ist ein besonderes Schmankerln dabei und die “Ultrasaw” wird die Dancefraktion freuen. Optisch bevorzuge ich den den Minitaurus oder Foundation von Pittsburgh, doch wer mit Controllern großgeworden ist, findet sich Gefallen an der Bude.
UVP soll bei 499EUR liegen, wann der kleine Brutalo bei uns liegt, könnt ihr einfach nach der Messe per Telefon oder Mail erfragen.
Pittsburgh Modular, einer der neuesten Hersteller von Synthesizer Modulen im populären Eurorack Format erleichtert den Einstieg in die Welt der Modularsynthese ungemein: Foundation ist eine Zusammenstellung der Grundbausteine eines klassischen Monosynths in einem schicken Flightcase. Die Module lassen sich frei verkabeln, umstellen und austauschen, ganz wie bei einem “normalen” Modularsystem.
Foundation Modules
2x Oscillator
Multiple Analog Waveforms
Wide Frequency Range
Dual LFO
2 Independent Low Frequency Oscillators
Ring Modulator
3 Modes
4 Channel Mixer / Attenuator
Multifunction Module
4 Channel Mixer
4 Independent Attenuators
Multi Mode Filter
Lowpass, Highpass, Bandpass, Variable Outputs
Voltage Controlled Frequency and Q
Filter and Oscillator Modes2x Envelope Generator
4 Stage (Attach, Decay, Sustain, Release)
Fast and Slow Modes
Dual VCA
Attenuated CV Input
Individual and Mix Outputs
Headphone and ¼” Line Outs
Stereo or Dual Mono Outputs
2x Dual Multiples
2 Sets of Connected Jacks
Power Module
Power Switch
Power LEDFoundation Specs
Heavy Duty Monorocket Case
90hp Eurorack Case
Sliding Nut Mounting Nut System
Removable Lid
Dimensions with Lid: 19.25 x 6.25 x 6Integrated Power Supply
+12v / -12v 1A
External Power Adapter
15 3.5mm Patch Cables from Ad Infinitum²
6x 6″
6x 12″
6x 24″
Patch Examples Guide
Ich habe fünf Pittsburgh Module in meinem Rack und bin schwer begeistert von ihrem Klang und besonders der Haptik und dem klassischen Stil. Foundation wird meiner Meinung nach letzte Tropfen, der Modularsysteme endgültig in den Mainstream schwappen läßt.
Preis und Verfügbarkeit ist noch nicht bekannt, doch wenn ich den Preis der einzelnen Module, Kabel und des Case grob überschlage komme ich auf 1700-1900 Euro incl. Mwst.
Mehr dazu bei Pittsburgh Modular.




































